Frankreich ist eines der Länder, welches im vergangenen Jahr von deutschen Urlaubern am häufigsten besucht worden ist. Nicht ohne Grund, denn es locken bei unserem Nachbarn ein tolles Klima, ein großes kulturelles Angebot und nicht zu vergessen, die französische Küche. Warum also nicht über eine berufliche Zukunft im Ausland nachdenken?

Wer Lust auf eine Ausbildung in Frankreich hat, der hat die Wahl zwischen dem CAP, CAPA oder dem CFA. Das sind die drei unterschiedlichen Ausbildungsabschlüsse, die in Frankreich nach der Schule erworben werden können. Zunächst benötigen Schüler aber das „Diplôme national du brevet“. Das bedeutet, dass sie zunächst fünf Jahre zur Grundschule (école élémentaire) gehen müssen und danach vier Jahre an ein „Collège“. Danach gilt die Schulpflicht als beendet und man kann entweder sein Abitur machen oder eine Ausbildung beginnen.

In über 200 Fachrichtungen absolvieren 16- bis 25-Jährige eine Ausbildung, die entweder in Vollzeit über ein berufliches Gymnasium (CAP – Certificat d’aptitude professionnelle) läuft oder dual in Betrieben und der Berufsschule (CFA – Centre de Formation d’Apprentis). In den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung gibt es äquivalent dazu das CAPA, das Certificat d’aptitude professionnelle agricole.

Deutschland vs. Frankreich

Insgesamt ist die französische Berufsausbildung, die „apprentissage, formation professionnelle“ mit der deutschen Ausbildung in seiner Dauer und inhaltlich vergleichbar. Auch der erworbene Abschluss ist dem deutschen Gesellen- bzw. Facharbeiterbrief in der Regel gleichgestellt.

Dennoch muss man sagen, dass das duale System, in dem schulische und praktische Inhalte im Wechsel vermittelt werden, in Frankreich einen wesentlich geringeren Stellenwert hat, als bei uns. Da die Abschlüsse hier aber anerkannt sind, kann es sich sicherlich für deutsche Schüler lohnen.

Sind bereits Französisch-Kenntnisse vorhanden, so lassen diese sich perfekt ausbauen und man lernt ganz nebenbei Land und Leute kennen. Im späteren Berufsleben kann das nur zum Vorteil sein – also auf nach Frankreich!