Mit dem Beginn der Ausbildung gehst du als Azubi auch Pflichten ein. Denn nicht nur der Ausbildungsbetrieb ist in der Pflicht dir die Ausbildungsinhalte beizubringen, sondern auch du als Azubi musst einigen Pflichten nachkommen.

Das Ausbildungsverhältnis wird durch den Ausbildungsvertrag geschlossen. Der Ausbildungsvertrag gilt als Grundlage für das Ausbildungsverhältnis und ist von beiden Parteien (Ausbilder und Auszubildenden) zu unterschreiben. Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) regelt dann die Rechte und Pflichten in der Ausbildung.

Eine der wichtigsten Pflichten ist die Lernpflicht. Das bedeutet, dass du dich als Auszubildender darum bemühen musst, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Dazu kommt dann die Sorgfaltspflicht, die dem Auszubildenden vorschreibt, alle Aufgaben und Tätigkeiten im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule sorgfältig und ordentlich zu erledigen. Ebenfalls zu der Sorgfaltspflicht gehört das Führen des Berichtsheftes. Hier ist wichtig zu wissen, dass du als Azubi das Berichtsheft während der Arbeitszeit führen sollst und nicht zu Hause. Der Besuch der Berufsschule zählt auch zu den Pflichten. Diese Pflicht wird auch als Teilnahmepflicht bezeichnet. Zudem ist es wichtig den Anweisungen des Ausbilders zu folgen. Sollte es in deinem Ausbildungsbetrieb eine Betriebsordnung geben, hast du dich natürlich auch an diese zu halten. Die Betriebsordnung kann zum Beispiel Hinweise auf Arbeits- und Schutzkleidung enthalten. Alle Materialien, Maschinen oder auch technische Geräte, mit denen du während deiner Ausbildung arbeitest, hast du natürlich sorgsam und vorsichtig zu behandeln. Dies nennt sich dann die Bewahrungsfrist. Eine weitere Pflicht ist die Schweigepflicht. Die Schweigepflicht dient zur Bewahrung der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Zahlen, Daten und Fakten, die mit dem Ausbildungsbetrieb zusammenhängen, solltest du somit in jedem Fall für dich behalten und nicht nach außen veröffentlichen. Zudem bist du verpflichtet den Ausbildungsbetrieb eine Krankmeldung einzureichen, wenn du nicht zur Arbeit kommst. Im Fall der Krankmeldung kann es bei den Ausbildungsbetrieben Unterschiede geben. In einigen Betrieben ist die Krankmeldung schon am ersten Krankheitstag vorzulegen und in anderen Betrieben erst am dritten Abwesenheitstag. Am besten informierst du dich zu Beginn deiner Ausbildung über die internen Regelungen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

Es ist auf jeden Fall wichtig, dass du deinen Pflichten als Auszubildender nachkommst. Andernfalls könnte das zum nicht bestehen der Abschlussprüfung oder zur Kündigung des Ausbildungsverhältnisses führen.

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